Kursstruktur
Ein Überblick über Aufbau, Methodik und den praktischen Ablauf des Kurses.
Bislomora kombiniert zwei Ansätze: strukturierte Selbstbeobachtung und konkrete Alltagsexperimente. Beide ergänzen sich, keiner setzt den anderen voraus.
Jede Kurseinheit beginnt mit einer Beobachtungsaufgabe. Diese Aufgaben richten die Aufmerksamkeit auf spezifische Situationen im Alltag: Wann fühlt sich Ausgeben unwohl an? Welche Gedanken tauchen beim Blick auf den Kontostand auf? Was passiert körperlich, wenn jemand nach Geld fragt?
Die Beobachtungen werden schriftlich festgehalten — in einem einfachen Notizbuch oder digital. Das Format ist offen. Entscheidend ist die Regelmäßigkeit, nicht die Form.
Parallel zu den Beobachtungsaufgaben enthält jede Einheit einen optionalen Alltagsschritt. Das kann eine veränderte Art der Buchführung sein, ein Gespräch, das bewusst geführt wird, oder ein kleines Experiment mit dem eigenen Kaufverhalten.
Diese Schritte sind so konzipiert, dass sie ohne externe Unterstützung umsetzbar sind. Sie dienen nicht der Selbstoptimierung, sondern der praktischen Erprobung von Erkenntnissen.
Wie wurde in Ihrer Herkunftsfamilie über Geld gesprochen — oder nicht gesprochen? Diese Einheit führt durch einen strukturierten Rückblick auf frühe Erfahrungen: Erinnerungen an Geldgespräche, an Mangel oder Überfluss, an Regeln und Verbote rund um Ausgaben. Keine Interpretation, nur Beobachtung.
Gefühle und Finanzen sind eng verknüpft. Diese Einheit richtet den Blick auf emotionale Reaktionen in konkreten Situationen: beim Bezahlen, beim Empfangen von Rechnungen, beim Vergleich mit anderen. Welche Gefühle sind vertraut, welche überraschend?
Hinter Verhaltensmustern stehen Überzeugungen. Diese Einheit hilft dabei, implizite Glaubenssätze sichtbar zu machen: Überzeugungen darüber, wer Geld verdient, was Geld bedeutet, ob Wohlstand erreichbar ist. Viele dieser Überzeugungen wurden nie bewusst formuliert.
Verhaltensmuster sind selten universell — sie treten in bestimmten Kontexten auf. Diese Einheit untersucht, in welchen Situationen bestimmte Reaktionen besonders stark sind und welche äußeren Faktoren sie auslösen oder abschwächen.
Die abschließende Einheit verbindet Erkenntnisse mit Handlungsmöglichkeiten. Nicht als Aktionsplan, sondern als persönliche Orientierung: Was möchte ich mit dem Gelernten anfangen? Was lasse ich, wie es ist? Und wie bleibe ich langfristig in der Beobachtung?
Die Beobachtungsaufgaben sind auf den Alltag ausgerichtet und erfordern keine gesonderten Sitzungen. Das Lesen und Bearbeiten einer Einheit dauert in der Regel zwischen 30 und 60 Minuten. Die Beobachtungen selbst finden im normalen Tagesablauf statt.
Nein. Alle Konzepte, die im Kurs verwendet werden, werden im Kurs selbst eingeführt. Psychologisches Vorwissen ist weder notwendig noch vorausgesetzt.
Ja. Finanzielle Prägungen betreffen alle, unabhängig von der wirtschaftlichen Situation. Auch bei stabilen Finanzen können Verhaltensmuster — etwa rund um Großzügigkeit oder Kontrolle — Aufmerksamkeit verdienen.
Finanzcoaching arbeitet in der Regel mit externen Zielen, Produkten und Beratung. Bislomora setzt früher an: bei den Mustern, die finanzielle Entscheidungen überhaupt erst formen. Es gibt keine Empfehlungen — nur Struktur für die eigene Beobachtung.
Auf der nächsten Seite finden Sie Beschreibungen möglicher Veränderungen — ohne Versprechen, aber mit konkreten Beispielen.
Was sich verändert